Für Klima und sichere Schulwege: Gymnasium und Wilhelm-Pfeffer-Schule demonstrieren gegen Elterntaxis (eingestellt am 13.03.2026)

Mit einer gemeinsamen Aktion haben das Gymnasium Herzogenaurach und die Wilhelm-Pfeffer-Schule ein deutliches Zeichen für mehr Verkehrssicherheit im Schulumfeld gesetzt. Am Dienstagmittag (10.03.) wurden zwischen 12:30 und 13:40 Uhr Fahrzeuge von Eltern, die auf den städtischen Parkplatz vor den Schulen zufahren wollten, von einer Schüleraktionsgruppe angehalten und durch einen Informationsparcours begleitet.

Das Verkehrsaufkommen lag spürbar unter dem, was an vielen anderen Schultagen üblich ist. Das Organisationsteam um die Lehrkräfte Carina Iberer und Johannes Knoblach sieht darin jedoch keinen Misserfolg, sondern vielmehr ein positives Signal: Offenbar hatten bereits im Vorfeld viele Eltern ihr Mobilitätsverhalten angepasst oder auf alternative Wege zum Abholen ihrer Kinder zurückgegriffen.

An mehreren Stationen informierten Schülerinnen und Schüler über zentrale Aspekte des Themas: die Sicherheitsrisiken durch rangierende Fahrzeuge im Schulbereich, Umwelt- und Klimafolgen des Bring- und Holverkehrs sowie gesundheitliche Vorteile eines aktiven Schulwegs zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Unterstützt wurde die Aktion von der Polizei Herzogenaurach, die vor Ort die Sicherheit gewährleistete.

Starke Kooperation zweier Schulen

Besonders hervorzuheben ist der Schulterschluss mit der Wilhelm-Pfeffer-Schule. Beide Schulen teilen sich das unmittelbare Schulumfeld und damit auch die Herausforderungen durch den Bring- und Holverkehr.

Gerade das Förderzentrum ist von rücksichtslosen Parksituationen im Halteverbot immer wieder besonders betroffen. „Wildparker“ blockieren dort regelmäßig Zufahrtswege oder gefährden Schülerinnen und Schüler, die auf sichere und übersichtliche Verkehrswege angewiesen sind. Vor diesem Hintergrund war es den Organisatoren wichtig, die Aktion bewusst als gemeinsames Projekt beider Schulen zu gestalten.

Positive Rückmeldungen und viel Engagement

Die Gespräche mit den angesprochenen Eltern verliefen überwiegend freundlich und konstruktiv. Viele zeigten Verständnis für die Anliegen der Schülerinnen und Schüler und nahmen die Informationen interessiert auf. Ziel der Aktion sei es gewesen, ins Gespräch zu kommen und für mehr Rücksicht im Straßenverkehr zu sensibilisieren.

Schulleitung, Schülervertreter, beteiligte Lehrkräfte und Polizei zeigten sich mit dem Verlauf der Aktion sehr zufrieden. Besonders das Engagement der beteiligten Schülerinnen und Schüler beider Schulen wurde vielfach gelobt.

Die Aktion ist Teil verschiedener Maßnahmen rund um nachhaltige Mobilität und Verkehrssicherheit im Schulumfeld. Auch künftig könne man gemeinsam daran arbeiten, den Schulweg für alle Kinder sicherer zu machen und gleichzeitig einen Beitrag zu umweltfreundlicher Mobilität zu leisten.

Bildnachweis: Dr. Johannes M. Knoblach