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Europäischer Wettbewerb 2026: Auszeichnungen für das Gymnasium Herzogenaurach

Europäischer Wettbewerb 2026: Auszeichnungen für das Gymnasium Herzogenaurach (eingestellt am 08.06.2026)

Großer Erfolg für das Gymnasium Herzogenaurach: Beim 73. Europäischen Wettbewerb wurden in diesem Jahr insgesamt 27 Schülerinnen und Schüler von der fünften bis zur zwölften Jahrgangsstufe für ihre kreativen Beiträge ausgezeichnet.

Der Europäische Wettbewerb ist der älteste Schülerwettbewerb Deutschlands und stand in seiner aktuellen Runde unter dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“. Bundesweit setzten sich rund 75.000 Kinder und Jugendliche mit zentralen Fragen des europäischen Zusammenlebens auseinander: Wie werden Menschenrechte im Alltag verwirklicht? Was bedeutet Meinungsfreiheit? Wie können Demokratie, Respekt und Gleichberechtigung gestärkt werden?

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gymnasiums Herzogenaurach beschäftigten sich in vielfältiger Weise mit diesen Themen. Entstanden sind kreative Arbeiten, die persönliche Erfahrungen, politische Fragestellungen und Zukunftsvisionen miteinander verbinden. Die ausgezeichneten Beiträge zeigen eindrucksvoll, wie intensiv sich junge Menschen mit Europa und seinen Grundwerten auseinandersetzen.

Besonders erfreulich ist die breite Beteiligung: 27 Schülerinnen und Schüler aus 13 Klassen konnten Preise erringen. Die Auszeichnungen reichen von der Unterstufe bis in die Oberstufe und verdeutlichen, dass europäische Themen Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen ansprechen.

Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern finden sich beispielsweise Helena Süß (5A) und Emil Wolfsgruber (6A). Sofia Ramke (8C), Katarina Petrovic (10b) sowie Julia Moor (Q12) konnten jeweils einen Bundespreis ergattern. Sie stehen stellvertretend für das große Engagement aller ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler.

Der Europäische Wettbewerb bietet jungen Menschen seit Jahrzehnten die Möglichkeit, sich kreativ mit politischen und gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen. In diesem Jahr unterstreicht das Motto besonders die Bedeutung eines Europas, das auf Recht, Respekt und demokratischen Werten basiert.

Das Gymnasium Herzogenaurach gratuliert allen Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich zu ihrem Erfolg und bedankt sich bei den betreuenden Lehrkräften für ihre Unterstützung. Die zahlreichen Auszeichnungen zeigen eindrucksvoll, dass europäische Bildung am Gymnasium Herzogenaurach einen festen Platz hat und Schülerinnen und Schüler dazu ermutigt, ihre Ideen für ein gemeinsames Europa einzubringen.

Text/Bild: Dr. Johannes Knoblach/Gymnasium Herzogenaurach

Medien als vierte Gewalt – Podiumsdiskussion mit SZ-Journalist Olaf Przybilla am Gymnasium Herzogenaurach

Medien als vierte Gewalt – Podiumsdiskussion mit SZ-Journalist Olaf Przybilla am Gymnasium Herzogenaurach (eingestellt am 05.12.2025)

Welche Rolle spielen Medien in einer Demokratie? Wie gelingt unabhängige Berichterstattung und welcher Verantwortung müssen Journalisten/-innen gerecht werden? Über diese und viele weitere Fragen diskutierten die Schüler/-innen der 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Herzogenaurach mit Olaf Przybilla, Journalist und Autor der Süddeutschen Zeitung.

Durch die 90-minütige Veranstaltung führte Johannes Knoblach, Lehrkraft für Geschichte und Deutsch. Statt eines klassischen Vortrags setzte er auf ein dialogisches Format: eine moderierte Podiumsdiskussion mit der Möglichkeit, dass Schüler/-innen im Sinne der „Fishbowl“-Methode aktiv ins Gespräch einsteigen konnten.

Der renommierte Journalist Przybilla, der durch seine investigativen Recherchen im Fall „Gustl Mollath – ein Justizskandal“ bundesweit bekannt wurde, gab den Jugendlichen einen tiefen Einblick in seine Arbeit. Besonders eindrucksvoll thematisierte er die Bedeutung unabhängiger Medienfinanzierung.

„Guten, gründlich recherchierten und unabhängigen Journalismus gibt es nicht kostenlos. Nur wenn Medien finanziell unabhängig sind – vor allem durch Abonnements – können sie frei von politischen oder wirtschaftlichen Interessen arbeiten.“

Vor dem Hintergrund der häufig kritisierten Paywalls erklärte er, warum qualitativ hochwertiger Journalismus nicht gratis angeboten werden könne. Viele Schüler/-innen zeigten dafür großes Verständnis und erkannten den Zusammenhang zwischen Bezahlmodellen und journalistischer Qualität.

Ein weiterer zentraler Punkt der Diskussion war die Sprache in den Medien. Am Beispiel der in Bayern bestehenden Vorgabe, dass die Polizei bei der Berichterstattung über Straftaten stets die Nationalität der Täter/-innen nennen muss, entwickelte sich ein intensives Gespräch über die Wirkung sprachlicher Setzungen und über Framing. Przybilla betonte:

„Wenn die Nationalität automatisch genannt wird, entsteht ein verzerrter Eindruck, als gäbe es einen Zusammenhang zwischen Herkunft und Kriminalität. Das ist sachlich falsch und gefährlich.“

Auch hier reagierten die Schüler/-innen äußerst reflektiert und diskutierten, wie Sprache gesellschaftliche Wahrnehmung prägt und welche Verantwortung Medien damit tragen.

Die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, um eigene Perspektiven einzubringen – etwa zur Frage, wie etablierte Medien junge Menschen besser erreichen könnten. Sie wünschten sich teils eine stärkere Personalisierung journalistischer Beiträge, erkannten aber zugleich die Risiken:
Eine zu starke Fokussierung auf die Person könne die journalistische Arbeit überlagern und Oberflächenreize statt Inhalte verstärken. Przybilla unterstrich:

„Ich sehe mich als Journalist eher als Werkzeug – nicht als Hauptfigur. Es geht nicht um mich, sondern um die Themen und Menschen, über die ich schreibe.“

Moderator Johannes Knoblach war beeindruckt vom Niveau der Beiträge:

„Die Schüler/-innen haben gezeigt, wie differenziert junge Menschen über Medien, Macht und Verantwortung nachdenken. Genau diese Fähigkeit zum kritischen, aber konstruktiven Hinterfragen brauchen wir in einer lebendigen Demokratie.“

Am Ende der Veranstaltung stand ein gemeinsames Fazit: Freie Medien sind unverzichtbar für die Demokratie – aber auch Medienkritik und reflektierter Konsum gehören dazu.

Knoblach resümierte:
„Wenn Schülerinnen und Schüler bei so einer Veranstaltung beharrlich nachhaken: ‚Ich möchte wissen, wie Journalismus funktioniert‘, dann haben wir unser Ziel erreicht.“ 

Text: Johannes Knoblach
Bildnachweis: Benedikt Langguth

Diplomatie macht Schule

Diplomatie macht Schule (eingestellt am 24.11.2025)

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Schülerinnen und Schüler dreier Politik und Gesellschaft-Kurse der Q12 am 21.11. den Vortrag eines besonderen Gasts: Christoph Deißenberger, Mitarbeiter des Auswärtigen Amts, der einst selbst sein Abitur an unserer Schule abgelegt hat, kehrte an seine alte Wirkungsstätte zurück, um Einblicke in die deutsche Außenpolitik und den Berufsalltag eines Diplomaten zu geben.

Der Referent erläuterte anschaulich die zentralen Ziele deutscher Außenpolitik und stellte aktuelle internationale Herausforderungen vor – von geopolitischen Spannungen über humanitäre Krisen bis hin zu Fragen globaler Sicherheit und Zusammenarbeit.

Besonders interessiert zeigten sich die Schülerinnen und Schüler, als der Diplomat über Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten im Auswärtigen Dienst berichtete. Er schilderte seinen eigenen Berufsweg und seine Auslandsverwendungen und machte deutlich, welche Fähigkeiten und Interessen für eine Tätigkeit im diplomatischen Umfeld hilfreich sind.

Viele Anwesende nutzten die Gelegenheit Fragen zu stellen – etwa zu Auslandseinsätzen, notwendigen Sprachkenntnissen oder Familienleben eines Diplomaten. Der Vortrag bereicherte den Unterricht und gewährte einen authentischen Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen der deutschen Außenpolitik.

Johannes Kobler für die Fachschaft Politik und Gesellschaft


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